Unternehmensgeschichte

So ging es weiter...

In den kommenden Jahren wurde der Anteil der Fahrdienstleistung der BT am gesamten öffentlichen Nahverkehr Berlins bei Omnibus, U-Bahn und Straßenbahn auf rund 34 % der Verkehrsleistung aufgestockt. Zu diesem Zeitpunkt hatte die BT rund 1.950 Beschäftigte. Gegenwärtig beträgt der Anteil rund 32% in den Sparten Bus und U-Bahn.

Bereits mit der Einführung des Tarifvertrages Nahverkehr Berlin (TV-N) 2005 in der BVG AöR wurde zwischen den Tarifparteien vereinbart, dass der TV-N-Geltungsbereich ab dem 1. September 2007 auch auf die BT ausgedehnt würde. Damit setzten die Tarifparteien ein deutliches Signal in Richtung gleicher Lohn für gleiche Arbeit. BT-Beschäftigte sind keine Billigarbeitskräfte!

Im Zuge der Konsolidierung der tariflichen Regelungen wurde zum 1. Januar 2014 die Sparte Straßenbahn wieder zu 100 Prozent von der BVG übernommen.

 

Sonderverkehr...

Neben der Hauptleistung im ÖPNV Berlins gab es seit Beginn der BT eine kleine Gruppe von Fahrerinnen und Fahrern, die in der Sparte Sonderverkehr tätig waren. Dabei handelt es sich um Mietwagen- und Gelegenheitsverkehre, bei denen Fahrdienstbeschäftigte im Auftrag Dritter Limousinenfahrdienste für hochgestellte Persönlichkeiten des Landes Berlin leisten oder aber zu medialen Großereignissen wie Goldene Kamera oder Fashion Week Prominente durch Berlin chauffieren. Daneben gehört zu diesem Segment auch die Durchführung von Gelegenheitsverkehren. Derzeit erstreckt sich die Leistungserbringungen der BT auf die Sparten Bus und U-Bahn.

Ende 2017 beschäftigte die BT 1.970 Mitarbeiter. Damit ist sie das drittgrößte Verkehrsunternehmen Berlins hinter der BVG und der S-Bahn Berlin. Die BT ist Mitglied im Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV).

 
 

Innovationen

Die BT ist eines der innovativsten Verkehrsunternehmen Europas. Von Anfang an setzte die BT auf extrem schlanke Managementstrukturen. Die Quote der Verwaltungsangestellten zu den produktiv Beschäftigten beträgt konstant unter 5 Prozent, womit sie im Ranking der öffentlichen Unternehmen ganz weit vorn liegt. Dies war nur möglich durch überwiegend digitale Prozessgestaltung.  Jeder Fahrdienstbeschäftigte der BT ist mit einem Handy ausgestattet, das ihm seine Dienste anzeigt, seit Anfang 2014 ist das ein Smartphone. Die Einrichtung von Außenstellen ist damit nicht erforderlich. Dieses Konzept heißt virtueller Betriebshof.

Mit Einführung der Smartphones gelang in der BT ein Quantensprung in Richtung Digitalisierung: Ab jetzt war es möglich, dass die Fahrdienstbeschäftigten alle Dienstinformationen nicht mehr nur über das Intranet abrufen, sondern auch über ihre Handys einsehen konnten, nicht allein ihre Dienst- und Urlaubspläne, sondern auch Informationen über Umleitungen. Daneben wurden Apps entwickelt, die beispielsweise die Erfassung und den Versand von Unfallmeldungen vereinfachten. So ist es seitdem möglich, Unfallmeldungen digital zu erfassen und mit gestochen scharfen Fotos der Verkehrssachbearbeitung zuzuleiten. Über die Liniennavigations-App erwerben Fahrdienstbeschäftigte Streckenkenntnis für neue Linien. Für dieses Kommunikationskonzept und dessen Umsetzung wurde die BT mehrfach ausgezeichnet.

 

Flexibilität

 

Mehrere Gewerke

nicht nur zu einem hohen Anteil auf bis zu 100 Buslinien Berlins einsetzbar, sondern auch in mehreren Gewerken: U-Bahn-Groß- und Kleinprofil oder Bus und U-Bahn oder alles zusammen.
 
 

Mitarbeiterorientierung

Fahrerinnen oder Fahrer der BT im öffentlichen Nahverkehr Berlins zu sein, ist eine anspruchsvolle Herausforderung. Zwar ist die Ausbildungszeit mit vier bis fünf Monaten kurz, und es gibt ganz sicher anspruchsvollere Ausbildungsberufe. Aber die Rahmenbedingungen bewirken ein hohes Maß an Stress im Beruf. Denn Berlin hat das dichteste Verkehrsnetz Deutschlands. Großbaustellen, Demonstrationen, Spezialevents und Großereignisse behindern den Innenstadtverkehr. Hinzu kommt die schon sprichwörtliche Kratzbürstigkeit der Berlinerinnen und Berliner. Das bedeutet Kommunikationsstärke, Gelassenheit im Umgang mit gestressten Fahrgästen in der Rush Hour, das Bewusstsein dafür, dass die BT einen unverzichtbaren Beitrag zur Mobilität der Berlinerinnen und Berliner leistet und aufgrund des rollierenden 24/7-Fahrplanes ein hohes Maß an sozialem Verzicht.

Die BT ist ein multikultureller Dienstleister mit Beschäftigten aus über 60 Herkunftsländern. In der Mitarbeiterführung ist es deshalb wichtig, nah am Puls der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu sein, sie notfalls in ihren Sorgen und Nöten zu begleiten und ihnen die Arbeit so angenehm wie möglich zu machen. Deswegen haben all unsere Führungskräfte jahrelange Erfahrung im Fahrdienst.